Spirituelle Klangwelten, poetische Liedkunst und große symphonische Dramatik – ein Abend, der von stiller Meditation bis zu existenzieller musikalischer Intensität reicht.
Den Auftakt bildet das Vorspiel zu Parsifal von Richard Wagner. In weitgespannten, ruhigen Klangflächen entfaltet sich eine Musik von feierlicher Konzentration und spiritueller Tiefe. Die charakteristischen Leitmotive erscheinen hier in einer Atmosphäre von Transparenz und innerer Sammlung.
Es folgt der Liederzyklus „Abschied“ für Sopran und Orchester von Ella Milch-Sheriff nach Gedichten der expressionistischen Dichterin Else Lasker-Schüler. In intensiven, farbenreichen Orchesterklängen und einer ausdrucksstarken Gesangspartie verbindet das Werk moderne Klangsprache mit der poetischen, oft sehnsuchtsvollen Bildwelt der Texte.
Mit der Symphonie Nr. 22 Es-Dur Hob. I:22 „Der Philosoph“ von Joseph Haydn wendet sich das Programm anschließend der Wiener Klassik zu. Besonders der langsame erste Satz – ein musikalischer Dialog zwischen Hörnern und Englischhörnern – verleiht der Symphonie ihren Beinamen.
Den Abschluss bildet die symphonische Dichtung „Tod und Verklärung“ op. 24 von Richard Strauss. In eindrucksvoller musikalischer Dramaturgie schildert das Werk die letzten Stunden eines Künstlers – von körperlichem Ringen über Erinnerungen an das gelebte Leben bis hin zu einer leuchtenden Vision der Verklärung.