Die unglückliche Geschichte der beiden Liebenden Romeo und Julia von Shakespeare ist wahrhaft zeitlos, seit Jahrhunderten zieht sie die Menschen immer wieder in ihren Bann und berührt sie. Unzählige Interpretationen über alle Genres hinweg zeugen von der Faszination des Dramas: Vom Theaterstück ausgehend über Tanz und musikalische Erzählung bis hin zu vielfachen filmischen Versionen reicht die Bandbreite.
In unserem Konzert zeigen wir zwei musikalische Perspektiven: Zum einen die „Scène d’amour“ aus der dramatischen Symphonie „Roméo et Juliette“ von Hector Berlioz. Schwebende Melodien, warme Orchesterfarben und eine Atmosphäre zarter Intimität lassen die Begegnung von Romeo und Julia in poetischem Licht erscheinen.
Ganz anders geht Prokofjew mit seiner Ballettmusik das Thema an: Mit ihrer mitreißenden Rhythmik, eindringlichen Charakterzeichnungen und großen emotionalen Bögen gehört diese Musik zu den eindrucksvollsten Shakespeare-Vertonungen des 20. Jahrhunderts. Unser Dirigent Tung-Chieh Chuang hat aus dem abendfüllenden Ballett eine Suite zusammengestellt, die die wichtigsten Stationen des Liebesdramas hörbar macht.
Dazwischen erklingt die Uraufführung eines neuen Konzerts für Saxophon-Quartett und Orchester von Dai Fujikura. Das Werk entstand als Auftragskomposition der Bochumer Symphoniker und verspricht einen spannenden Dialog zwischen dem facettenreichen Klang des Sonic.art Saxophon-Quartetts und dem Orchester.