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BoSy Camera

Elegantes zu Dritt

Kleiner Saal

Programm

Arnold Bax:
Elegiac Trio
Claude Debussy:
Sonate pour flute, alto et harpe
Maurice Ravel:
Sonatine en trio
Toru Takemitsu:
„And then I knew ‘twas Wind“

Mit

Alexander Schütz, Flöte
Marko Genero, Viola
Meret Eve Haug, Harfe

Beschreibung

Arnold Bax beschwor in seiner Musik die keltischen Wurzeln Britanniens, in deren Bann er als 19-Jähriger durch Gedichte von Yeats geriet (»Der Kelte in mir stand auf.«). Nicht zufällig wählte er für sein »Elegisches Trio« die Besetzung Flöte, Harfe und Viola: Die Harfe war eines seiner Lieblingsinstrumente, denn die Wurzeln des Harfenspiels in Großbritannien liegen im keltischen Wales und Irland. So steht das Instrument bei Bax für die Stimme der Kelten, was gleich zu Beginn des Trios an den wogenden Arpeggi deutlich wird, die wie der Auftakt zu einem Bardengesang wirken. Als »Sänger« fungiert – mit einer elegischen Melodie von ausgesprochener Schönheit – die Viola, die damals in England überragende Bedeutung hatte. 

Am Ende seines Lebens, 1915, begann Claude Debussy, einen Zyklus von »Six sonates pour divers instruments« zu schreiben, von denen er nur die ersten drei – Cellosonate, Violinsonate und Sonate für Flöte, Viola und Harfe – vollenden konnte. Er zeigt sich hier als ein bewusst französisch empfindender Musiker: »Nichts kann entschuldigen, dass wir die Tradition der Werke eines Rameau vergessen haben, die in der Fülle ihrer genialen Einfälle fast einzigartig ist«. In der Sonate für Flöte, Viola und Harfe wird dieser Bezug zur Musik des französischen Barock besonders deutlich. 

Maurice Ravel komponierte den ersten Satz der Sonatine für einen Wettbewerb der Zeitschrift »Weekly Critical Review«, nachdem ihn ein enger Freund, der für diese Publikation schrieb, dazu ermutigt hatte. Die Wettbewerbsaufgabe bestand darin, den ersten Satz einer Klaviersonatine von maximal 75 Takten zu komponieren; der Preis betrug 100 Francs. Das komplette Werk wurde 1906 uraufgeführt und positiv aufge nommen, auch Ravel selbst schätzte es sehr. Der Harfenist Carlos Salzedo transkribierte die Sonatine für Flöte, Harfe und Cello (oder Bratsche) und gab der Transkription den Titel »Sonatine en Trio«. Während einer Frankreichtournee von Carlos Salzedo und seinem Trio wurde das Arrangement in Anwesen heit von Maurice Ravel aufgeführt. Dessen Kommentar nach dem Hören: »Warum bin ich da nicht selbst draufgekommen?!«  

Toru Takemitsus »And Then I Knew ’twas Wind« ist ein Ab schiedswerk, entstanden 1992, vier Jahre vor dem Tod des Komponisten. Der Titel ist Emily Dickinsons Gedicht »Like Rain it sounded till it curve« entlehnt, und wie Takemitsu schrieb, thematisiert das Werk »die Zeichen des Windes in der Natur und der Seele, des Unbewussten (oder man könnte es auch ›Traum‹ nennen), der wie der Wind unsichtbar durch das menschliche Bewusstsein weht.« »And Then I Knew ’Twas Wind« ist einsätzig und teilt seinen fragmentarischen melo dischen Stil mit Debussys Sonate für Flöte, Bratsche und Harfe. Der Großteil der Harmonik basiert auf sechs Tönen, die, ob wohl nicht tonal, stark an F-Dur erinnern. Takemitsus Ziel, die wechselnde Qualität des Windes darzustellen, veranlasste ihn zur Schaffung einer Partitur, die stark gestisch geprägt ist – das heißt, die musikalischen Linien spiegeln die physikalischen Eigenschaften eines Objekts (in diesem Fall des Windes) wider, indem sie ansteigen, abfallen, sich mitten in der Phrase drehen usw.

Einzelpreis

Preis20,00 (10,30) auf allen Plätzen

Ermäßigte Preise (jeweils circa 50%) für Jugendliche bis 18 Jahre, Schüler und Studenten bis 29 Jahre, Auszubildende, Schwerbehinderte (mind. 80%) und Inhaber eines Vergünstigungsausweises. Beachten Sie dabei bitte, dass Ermäßigungen nur für den berechtigten Personenkreis gelten. Berechtigungsnachweise sind beim Einlass vorzuzeigen.
U-30 Spezial: Schüler und Studenten bis einschließlich 29 Jahre sowie Inhaber eines Vergünstigungsausweises (Bochum Pass) zahlen 10 Minuten vor Beginn der BoSy-Konzerte für Restkarten nur 7,00 Euro