GENERALMUSIKDIREKTOR STEVEN SLOANE

Künstlerische Vision und unermüdliches kulturpolitisches Engagement: Das sind die Qualitäten, die den aus Los Angeles stammenden amerikanisch-israelischen Dirigenten Steven Sloane weltweit bekannt gemacht haben. Der ehemalige Schüler von Eugene Ormandy, Franco Ferrara und Gary Bertini prägte schon früh Festivals und Opernhäuser wie das Spoleto Festival in Charleston (Musikdirektor 1996-2000) oder die Opera North in Leeds (Künstlerischer Leiter 1999-2003). Darüber hinaus wirkte er als Chefdirigent des American Composers Orchestra und des Stavanger Symphony Orchestra (2007-2013) und gastiert regelmäßig bei renommierten Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra, San Francisco Symphony, Israel Philharmonic, Sydney Symphony, Tokyo Metropolitan, Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, hr-Sinfonieorchester, Philharmonia Orchestra London, Orchestre Philharmonique de Radio France, Orchestra del Teatro Comunale di Bologna oder dem Chicago Symphony Orchestra.

Als langjähriger Generalmusikdirektor der Bochumer Symphoniker, die unter seiner Leitung zu einem der führenden Orchester Deutschlands avancierten, hat er die Finanzierung und den Bau des neuen Anneliese Brost Musikforums Ruhr entschieden vorangetrieben. Nach der umjubelten Eröffnungssaison im neuen Saal startet Intendant Steven Sloane mit den Bochumer Symphonikern 2017/18 in eine vielversprechende zweite Saison mit einem Beethoven Schwerpunkt, unter anderem erklingt die Missa Solemnis im Rahmen der Ruhrtriennale. Unter seiner Leitung gastiert das Orchester im Herbst 2017 mit Brittens War Requiem in Brügge und Rotterdam und im April 2018 beim südkoreanischen Tongyeong Festival. Als Gastdirigent kehrt Steven Sloane unter anderem zum Spoleto Festival USA und an die Oper Frankfurt für Francesco Cileas Adriana Lecouvreur zurück. An der Oper Malmö ist er erstmals mit einem Sinfoniekonzert und in der Saison darauf mit der musikalischen Leitung des Fliegenden Holländers in einer Neuproduktion betraut.

Steven Sloane ist ein gefragter Operndirigent und reüssierte an Häusern wie dem Royal Opera House London (Le Nozze di Figaro), der L.A. Opera (Goldenthal: Grendel), San Francisco Opera (Wallace: Bonesetter’s Daughter), Königlichen Oper Kopenhagen (Madama Butterfly), Houston Grand Opera (Die Sache Makropulos, Zauberflöte), Welsh National Opera (Iphigénie en Tauride), der Deutschen Oper Berlin (Liebe zu den drei Orangen), Oper Bonn (Fidelio) und der Oper Stuttgart (Macbeth) sowie bei Festivals in Hong Kong (Salome), Santa Fe (Katja Kabanova), Edinburgh (Genoveva) und Salzburg (Feldman: Neither).

Zu seinen jüngsten Opernerfolgen zählen die Koppelung von Herzog Blaubarts Burg und Dido und Aeneas an den Opern Frankfurt und Los Angeles, die Neuproduktion von Brittens Sommernachtstraum am Grand Théâtre de Genève und zuletzt 2016/17 die herausragende Berlinpremiere von Aribert Reimanns Medea an der Komischen Oper.

Education und Nachwuchsförderung liegen Steven Sloane besonders am Herzen, so dirigiert er regelmäßig Nachwuchsorchester wie die Junge Deutsche Philharmonie, das Bundesjugendorchester oder das Young Israel Philharmonic Orchestra. Als Professor an der Berliner Universität der Künste verwirklicht er seit Herbst 2013 seine Vision einer International Conducting Academy.

Steven Sloane