BOSY CONCERTO

MIT ENRICO ONOFRI


Barockmusik boomt! Kaum ein musikalisches Genre ist beim Konzertpublikum so beliebt, wie die Musik des Barock und der Frühklassik. Die Werke Johann Sebastian Bachs, Georg Friedrich Händels und ihrer  vielen komponierenden Zeitgenossen sind von den Programmzetteln der großen Konzerthäuser ebenso wenig wegzudenken, wie die unzähligen Spezialensembles auf historischen Instrumenten von den Bühnen dieser Welt. Was einst als streng dogmatische Spielweise in den 1960er und 70er Jahren begann, ist nicht zuletzt durch die Arbeit von Koryphäen wie René Jacobs, Phillipe Herreweghe, Trevor Pinnock oder dem jüngst verstorbenen Nikolaus Harnoncourt lebendiges Zelebrieren von Musik geworden – unabhängig vom Instrumentarium, der Stimmtonhöhe oder dem Konzertsaal.

Mit „BoSy Concerto“ wollen die Bochumer Symphoniker das Barocke Repertoire in das Anneliese Brost Musikforum holen und so ihre stets gelobte Repertoirebreite weiter ausbauen und pflegen. Wir sind sehr glücklich, dass uns mit Enrico Onofri einer der international gefragtesten und spannendsten Barockmusiker und Dirigenten für drei Jahre auf diesem Weg begleiten wird – als Solist an der Violine, Dirigent und „Primus inter Pares“ gleichermaßen. Der vielseitige Italiener, der als Konzertmeister von „Il Giardino Armonico“ ebenso Berühmtheit erlangte, wie durch seine vielen Projekte mit Cecilia Bartoli und Jordi Savall, hat für die erste Saison im neuen Haus Programme gewählt, die bunter und spektakulärer kaum sein könnten. Beginnen werden wir mit der musikalischen Arbeit Johann Sebastian Bachs in seiner Zeit als Kapellmeister am Kurfürstlichen Hof in Köthen. Zwei seiner prächtig instrumentierten
Orchestersuiten umrahmen zwei nicht minder bekannte Werke: sein f-Moll Cembalo Konzert und das dritte „Brandenburgische Konzert“. An den Tasten sitzt Deutschlands wohl beste Cembalistin: Wiebke Weidanz.

In der Vorösterlichen Zeit verschlägt es uns nach Italien, wo wir eine spannende musikalische Reise von Venedig nach Neapel antreten. Mit im Gepäck sind Instrumentalwerke von Arcangelo Corelli, Allessandro Scarlatti und Antonio Vivaldi. Der Höhepunkt wird zweifelsohne die Aufführung von Giovanni Pergolesi epochalem „Stabat Mater“ mit den Sängerstars Dorothee Mields und Mary-Ellen Nesi. Stürmisch beschließen wir die erste Saison: von Matthew Lockes „Der Sturm“, über ein Concerto Grosso Georg Friedrich Händels aus seinem legendären Opus 6, geht es zu den Stürmern und Drängern Carl Phillip Emmanuel Bach und Johann Christian Canabich, um schließlich mit Joseph Haydns berühmter e-Moll Trauer-Symphonie zu enden.

BoSy Concerto ist die Konzertreihe für alle entdeckungslustigen Musikfreunde, neugierige Konzertbesucher und natürlich die Liebhaber Barocker Musik – entstaubt, lebendig und mitreißend dargeboten.

Auch im Abo
bochumer-symphoniker.de/service/abonnements/bosy-concerto/
Infos 0234 910 8666

WIEBKE WEIDANZ
DOROTHEE MIELDS
ENRICO ONOFRI