BOSY PUR

EIN ORCHESTER OHNE DIRIGENT


Ein klassisches Konzert folgt traditionell gewachsenen Regeln. Das Orchester sitzt in vorbestimmter Aufstellung auf dem Podium, der Dirigent steht vor den Musikern auf einem Podest und weist streng, unter Einsatz seines ganzen Körpers den Musikern den Weg durch eine Komposition. Für den Konzertbesucher wie für den Musiker sind die Hierarchien klar erlebbar. Was aber, wenn das Orchester sich Musik gänzlich ohne Dirigenten erarbeitet und vorsätzlich auf die Autorität mit Taktstock und Podest verzichtet? Dieser spannenden Frage wollen wir in „BoSy Pur“ nachgehen. Denn kaum etwas ist für die Spielkultur eines Orchesters wichtiger, als waches, lebendiges und interaktives Musizieren. Hier kann jeder BoSy seine Rolle im Ensemble neu entdecken, sich gleichberechtigt mit Anregungen und Ideen einbringen und in einen künstlerisch wichtigen Dialog mit den Kollegen treten – verbal und musikalisch. Fehlt der Dirigent, sind die Ohren noch gespitzter und die Augen noch wacher. Man ist Solist unter Solisten, führt und lässt sich führen, im Stehen oder Sitzen und erlebt so einen neuen, spannenden Zugang zu vermeintlich bekannten Werken, die zum Kanon des Orchesterrepertoires gehören.

BoSy Konzertmeister Raphael Christ, der die kreativen Prozesse kanalisieren und vom ersten Pult aus anleiten wird, hat für die ersten drei Konzerte von „BoSy Pur“ Werke aus Klassik, Romantik und Moderne ausgewählt, die dieses spannende Orchesterexperiment für Hörer und Musiker gleichermaßen fesselnd werden lassen. Steht im November die Wiener Klassik mit Wolfgang Amadeus Mozarts „Antretter“-Serenade und Joseph Haydns „Symphonie mit dem Paukenwirbel“ im Fokus des Programms, so werden wir im Februar 2017 mit Marko Genero an der Bratsche in Benjamin Brittens „Lacryimae“ einen hoch geschätzten Solisten aus den eigenen Orchesterreihen haben. Mozarts „Haffner- Serenade“ rundet dieses Abend ab, bevor wir im Juni uns in die deutsche Romantik und den französischen Impressionismus vorwagen. Felix Mendelssohn Bartholdys erste Symphonie wird ebenso auf dem Programmzettel stehen, wie Claude Debussys „Danse sacrée“ und „Danse profane“ für Solo-Harfe und Orchester mit unserer Harfinistin Meret Haug als Solistin.

Nehmen Sie sich also mittwochs um 20 Uhr nicht anderes vor als einen Besuch im Anneliese Brost Musikforum Ruhr. Wir versprechen Ihnen „BoSy Pur“ – und Sie erleben die Bochumer Symphoniker in ihrer pursten Form: lebendig, bewegend, authentisch und mitreißend.

Die drei BoSy Pur-Konzerte gibt´s auch im Abo
bochumer-symphoniker.de/service/abonnements/bosy-pur/
Infos unter 0234 910 8666

 

 

RAPHAEL CHRIST
MARCO GENERO
MERET HAUG