Barock – dieses Wort beschriebt eine Epoche voller Virtuosität und musikalischer Erfindung, selbst die Instrumentalmusik dieser Zeit ist voll geradezu opernhafter Ausdruckskraft. In diese Klangwelt führt das erste Konzert unserer Reihe für „alte“ Musik:
Den Anfang macht das Konzert für Violine, Streicher und Basso continuo a-Moll BWV 1041 von Johann Sebastian Bach. Mit seiner klaren Form, den dialogischen Passagen zwischen Solovioline und Orchester sowie der berührenden Kantabilität des langsamen Satzes gehört es zu den bedeutendsten Violinkonzerten der Zeit.
Pietro Locatellis Concerto a quattro Es-Dur „Il pianto d’Arianna“ op. 7 Nr. 6 vereint virtuose Instrumentaltechnik mit einer ausdrucksvollen, beinahe opernhaften Klangsprache – passend zur Namensgeberin der Komposition, der tragischen Ariadne aus der antiken Mythologie.
Einen zentralen Platz nimmt in unserem Konzert die Musik von Antonio Vivaldi ein. Das Concerto grosso g-Moll RV 156 beeindruckt mit kontrastreichen Dialogen zwischen Solisten und Ensemble, während die Sinfonia zur Oper „L’Olimpiade“ RV 725 mit ihrer theatralischen Energie den Glanz der venezianischen Opernbühne heraufbeschwört. In der berühmten Sonate „La Folia“ RV 63 entfalten sich eine Folge virtuoser und ausdrucksstarker kompositorischer Einfälle. Den Abschluss des Vivaldi-Blocks bildet das temperamentvolle Violinkonzert e-Moll RV 278, das die Solovioline in brillanter Weise in Szene setzt.
Den Schlusspunkt setzt schließlich die Symphonie h-Moll H 661 von Carl Philipp Emanuel Bach. Mit ihren überraschenden Wendungen, scharfen Kontrasten und leidenschaftlichen Ausdrucksformen steht sie bereits an der Schwelle zur Klassik und zeigt eindrucksvoll den Übergang vom barocken Stil zur Klangsprache späterer Generationen.