Barocke Klangpracht - zeitgenössische Perspektiven: Wir lassen Vergangenheit und Gegenwart in einen spannenden musikalischen Dialog treten.
Zu Beginn erklingt „Lanterns“ für Streicher von Konstantinos Koutroumpis. Das Werk entfaltet eine fein nuancierte Klanglandschaft, in der sich schimmernde Streicherfarben und ruhige, leuchtende Klanggesten zu einer atmosphärischen musikalischen Szenerie verbinden. Eher energisch, mit rhythmischer Prägnanz und überraschenden klanglichen Effekten arbeitet „Overhead“ für Streicher von Vito Žuraj. Die Musik bewegt sich zwischen dichten Klangflächen und dynamischen Impulsen und zeigt die expressive Kraft moderner Streichorchesterklänge.
Im Anschluss richtet sich der Blick auf den Barock: Die Ouvertüre zur Oper „Dorilla in Tempe“ RV 709 von Antonio Vivaldi eröffnet mit festlicher Geste und opernhafter Lebendigkeit die Welt der venezianischen Bühne. Darauf folgt das ausdrucksstarke Konzert für Violoncello, Streicher und Basso continuo a-Moll RV 419, in dem das Violoncello da spalla mit virtuoser Brillanz und lyrischer Tiefe in den Mittelpunkt tritt.
Den Abschluss des Abends bildet schließlich eines der berühmtesten Werke der Musikgeschichte: „Le quattro stagioni“ (Die vier Jahreszeiten) op. 8 von Antonio Vivaldi. In diesen vier Violinkonzerten zeichnet Vivaldi eindrucksvolle musikalische Naturbilder – vom Erwachen des Frühlings über sommerliche Gewitter bis zur winterlichen Kälte – und verbindet virtuose Solopassagen mit lebendiger Klangmalerei.