Programm
Ernst Krenek
Symphonische Elegie
(in Memoriam Anton Webern)
Gustav Mahler
Rückert-Lieder
Joan Tower
Fanfare for the uncommon woman Nr. 2
Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 36
Ernst Krenek
Symphonische Elegie
(in Memoriam Anton Webern)
Gustav Mahler
Rückert-Lieder
Joan Tower
Fanfare for the uncommon woman Nr. 2
Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 36
Bochumer Symphoniker
Marlis Petersen, Sopran
Aurel Dawidiuk, Dirigent
Dieses Konzert erzählt von der menschlichen Widerstandskraft. Es spannt einen Bogen von tiefster Trauer und Abschied bis hin zu einem fast trotzigen Überlebenswillen und triumphaler Energie.
Ernst Kreneks Symphonische Elegie entstand 1946 unter dem Eindruck einer Tragödie. Kreneks Freund und Lehrer Anton Webern war kurz nach Kriegsende versehentlich von einem US-Soldaten erschossen worden. Der Komponist fasst seinen Schock in eine Musik des Schmerzes und der Fassungslosigkeit. Er nutzt die Zwölftontechnik, um eine Welt darzustellen, die aus den Fugen geraten ist. Es ist der Nullpunkt des Programms: die nackte Trauer.
Mahlers Rückert-Lieder führen uns von der äußeren Katastrophe in die Innerlichkeit. Besonders das berühmte Lied „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ erzählt davon, wie sich ein Mensch aus dem Chaos der Welt in seine eigene Stille zurückzieht, nicht als depressiver Rückzug, sondern als eine Form der Heilung. Mahler zeigt uns, dass man in der Kunst und in der Einsamkeit einen Ort finden kann, an dem man sicher ist. Die Musik wird zart, intim und zutiefst menschlich.
Mit der Fanfare for the uncommonwoman bricht das Programm radikal mit der Melancholie. Joan Towers widmete ihre Serie von Fanfaren Frauen, die „Wagnisse eingehen und innovativ sind“ als Antwort auf Aaron Coplands Fanfare for the Common Man. Hier geht es um Selbstbehauptung und Sichtbarkeit. Nach der Stille Mahlers ist dies der Weckruf: Die Welt fordert uns wieder heraus, und wir antworten mit Aufbruch, Kraft und Anerkennung der eigenen Stärke.
Am Ende steht die bewusste Entscheidung für das Leben und die Freude, denn die 2. Symphonie Beethovens ist vielleicht das größte Paradoxon der Musikgeschichte. Der Komponist schrieb sie in der Zeit des „Heiligenstädter Testaments“, als er erkannte, dass er unheilbar taub werden würde. Er war suizidgefährdet und verzweifelt, doch anstatt eine Todesmusik zu schreiben, komponierte er eine Symphonie voller Humor, Energie und fast überbordender Lebensfreude. Die 2. Symphonie ist die ultimative Antwort auf das Leid vom Anfang des Konzerts, eine Reise, die im dunklen h-Moll der Trauer beginnt und im strahlenden D-Dur Beethovens endet – ein musikalischer Heilungsprozess.
Aurel Dawidiuk [Irène Zandel]
| PK HP | 47,00 (23,80) |
| PK 1 | 42,00 (21,30) |
| PK 2 | 34,00 (17,30) |
| PK 3 | 28,00 (14,30) |
| PK 4 | 18,00 (9,30) |
Ermäßigte Preise (jeweils circa 50%) für Jugendliche bis 18 Jahre, Schüler und Studenten bis 29 Jahre, Auszubildende, Schwerbehinderte (mind. 80%) und Inhaber eines Vergünstigungsausweises. Beachten Sie dabei bitte, dass Ermäßigungen nur für den berechtigten Personenkreis gelten. Berechtigungsnachweise sind beim Einlass vorzuzeigen.
U-30 Spezial: Schüler und Studenten bis einschließlich 29 Jahre sowie Inhaber eines Vergünstigungsausweises (Bochum Pass) zahlen 10 Minuten vor Beginn der BoSy-Konzerte für Restkarten nur 7,00 Euro
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Ihre Eintrittskarte wird zum Fahrschein!
Freie Hin- und Rückfahrt mit VRR-Verkehrsmitteln (2. Klasse) in der Preisstufe B, bezogen auf das Tarifgebiet 36, Bochum.
| PK HP | 141,60 (72,00) |
| PK 1 | 126,80 (64,40) |
| PK 2 | 102,80 (52,40) |
| PK 3 | 84,80 (43,60) |
| PK 4 | 54,80 (28,80) |
4 Konzerte, jeweils Sa oder So, Großer Saal
ermäßigt jeweils circa 50%
