PERCUSSION SUMMIT

Fragen Sie doch mal drei Menschen, was ihnen zum Thema Schlagzeug einfällt. Wetten, dass Sie mindestens vier Antworten bekommen? Von Pauke zu Triangel, von der monumentalen japanischen Trommel bis zur kleinen spanischen Kastagnette, von Jazz über Rock bis hin zur Klassik bietet das Schlagwerk die unterschiedlichsten Gestalten, Klangfarben und Auftritte. Und mehr als das: Sogar ohne jedes Instrument kann man trommeln - und dabei die Resonanzräume des Körpers, etwa den Bauch oder die gewölbten Hände, dazu nutzen, rhythmische Klänge zu erzeugen und Musik zu machen. Und so ist das Schlagwerk nicht nur eine Instrumentengruppe, die nahezu unzählige Erscheinungsformen hervor gebracht hat, es steht auch für eine unmittelbare und ursprüngliche Form der Musikerzeugung.

Heutzutage haben wir die Freude, alle diese Facetten erleben zu können: die rauen, archaischen und fremd anmutenden Spielweisen anderer Kulturen und Zeiten, aber auch die extrem verfeinerten, häufig konzeptionell unterfütterten Kompositionen zeitgenössischer Musik. Auch Kunstformen wie Tanz, Theater oder Malerei sind von rhythmischen Strukturen beeinflusst – die wechselseitige Inspiration der Genres führen ebenfalls zu neuen, spannenden Ergebnissen.

Unser Fokus-Projekt, der Percussion Summit, wird bei weitem nicht alle Facetten des Schlagwerks abbilden können. Wir wollen aber einen möglichst weiten Bogen schlagen und viele Aspekte zeigen und erlebbar machen. Deshalb präsentieren wir Ihnen nicht nur Konzerte virtuoser Künstler, sondern laden Sie auch ein, bei unseren Extra-Events selbst aktiv zu werden.

Hier (und natürlich in unserem Kalender, über den Sie auch direkt Karten buchen können!) finden Sie einen Überblick über das Programm – besonders bei den Extras sind das allerdings nur Anhaltspunkte, denn da gibt es rundherum noch viel mehr zu erleben: Lassen Sie sich überraschen!

 

 

Taiko – Der Herzschlag des Lebens
Das traditionelle japanische Trommeln, Taiko (oder auch Wadaiko), ist eine Synthese aus "rhythm, power andspirit". Die Ursprünge des Taiko liegen in China und Korea. Taiko begleitete die Menschen einst auf dem Schlachtfeld ebenso wie an Festen; es vereinte alle Kräfte bei der harten Arbeit und beschwor die Götter mit donnernder Stimme.

Mo, 22. Januar 2018, 20 Uhr
Großer Saal

Das Ensemble WADOKYO bringt voluminöse Trommeln mit ganzer Kraft und Leidenschaft zum Beben - Kraftvoll, dynamisch, leidenschaftlich!

 

Martin Grubinger
Der österreichische Multipercussionist Martin Grubinger hat sich in außergewöhnlicher Weise darum verdient gemacht, das Schlagwerk als Soloinstrument in den Mittelpunkt des klassischen Konzertbetriebs zu stellen. Sein Repertoire reicht dabei von solistischen Werken über kammermusikalische Programme, immer mit mitreißender und ansteckender Leidenschaft interpretiert.

 

Sa, 27. Januar 2018, 20 Uhr
Großer Saal

Ein Abend mit Martin Grubinger

Ausverkauft

Martin Grubinger, Percussions
Bochumer Symphoniker
Steven Sloane, Dirigent

 

Duo Samani – persische Percussion
Die Brüder Behnam und Reza bringen als „Duo Samani“ iranische Percussionsinstrumente und Spieltechniken nach Europa. Die Stärke der beiden Musiker liegt in ihrer Fähigkeit, den traditionellen Instrumenten einen frischen, von dem Kontakt mit anderen Kulturen inspirierten Klang zu entlocken, während sie deren Charakter und Klangfarbe treu bleiben. Das Repertoire aus komponierten Stücken und strukturierter Improvisation ist dynamisch, meditativ und sehr innig.

Mo, 29. Januar 2018, 20 Uhr
Kleiner Saal

Persische Percussion

Duo Samani:
Behnam Samani, Reza Samani

 

tanz_PLEIADES
Das monolitische Percussion-Sextett "Pleiades" von Xenakis, kongenial ergänzt und erweitert durch Tanz.Für die Choreographie zeichnet Henrietta Horn verantwortlich, die gemeinsam mit Pina Bausch das Folkwang Tanzstudio leitete und durch zahlreiche Choreographien und Soloabende voller ästhetischer Eigenwilligkeit und origineller Themen von großer Musikalität und Dichte beeindruckt.

Mi, 31. Januar 2018, 20 Uhr
Großer Saal

Georges Asperghis:
retrouvailles
corps á corps
Mauricio Kagel:
Dressur
Vinko Globokar:
Corporel
Iannis Xenakis: Pleiades
Metaux
Claviers
Peaux
Melanges

Spieler Aperghis und Globokar: Stefan Kohmann, Norbert Krämer, Michael PattmannSchlagquartett Köln:Thomas Meixner, Dirk Rothbrust, Achim Seyler und Johannes FischerGerrit Nulens, Björn WilkerTänzerInnen: Tian Gao, Tomekk Jaschinski, Yen Lee, Julius Olbertz, Giuseppe Perricone, Etienne Sarti, Federico Rodolfo Zapata González

Henrietta Horn, Choreographie

 

Benny Greb´s Moving Parts
Nicht erst seit dem Gewinn des Echo Jazz2016 als Drummer national sorgt Benny Greb in der deutschen Jazz- und Electroszenefür Furore. Zusammen mit seinem Trio Moving Parts hat er sich dem Groove mit jazzigen Improvisationen verschrieben. Die Musik der Band ist immens dicht, unbekümmert und kraftvoll – ein wirkliches Statement für die Verschmelzung von Electro Sounds, Indie Vibes und Jazz.

Vor dem Konzert können ambitionierte Schlagzeuger bei einer Drum-Clinic von Benny Grebs Wissen profitieren– die Teilnahme steht aber auch allen anderen interessierten Zuhörern offen!

Do, 1. Februar 2018
Großer Saal

17 Uhr  – 18:30 Uhr Drum-Clinic mit Benny Greb
20 Uhr Benny Greb´s Moving Parts

 

Benny Greb´s Moving Parts:
Benny Greb, Schlagzeug
Chris Montague, Gitarre
Chris Hargreaves, Bass

 

Peter Erskine &Friends
Zum zweiten Mal bei uns zu Gast: ein echter Schlagzeug-Star! Peter Erskine gilt als einer der vielseitigsten und meistbeschäftigten Jazzdrummer der letzten Jahrzehnte. Er hat an über 700 LP- oder CD-Produktionen mitgewirkt und wurde bereits achtmal zum besten SchlagzeugDrummer gewählt. Wir freuen uns, diesen Großmeister des Schlagzeugs zusammen mit seinen ebenfalls mehrfach ausgezeichneten Trio-Partnern präsentieren zu können.

Fr, 2. Februar 2018, 20 Uhr
Großer Saal

 

Ein Abend mit Peter Erskine – Jazz-Standards und Arrangements

Peter Erskine, Schlagzeug
Alan Pasqua, Klavier
Darek 'Oles' Oleszkiewicz, Bass

 

Drumming Ants
In diesem Familienkonzert hat die Ameisenbrigade einen Auftrag: Möglichst viele Kreativräume entstehen lassen für die vier großen Bosse. Eine Weile lang geht das gut – es wird gebaut und getrommelt. Aber dann entwickeln die emsigen Tierchen eigene Idee - und beginnen eine bewegt-rhythmische Revolte…

So, 4. Februar 2018, 11 Uhr
Großer Saal

Ein Tanz-Percussion-Rhythmical

Nick Bardach, Diego Aldonza Crespo, Rafael Sars und Veith Kloeters, Schlagwerk
Schülerinnen der 8. und 9. Klasse der Anne-Frank-Realschule Bochum, Tanz
Stephanie Riemenschneider, Projektleitung
Kama Frankl, Choreografie & Tanzworkshop
Alexeider Abad Gonzalez,Cajon- und Tanztraining

 

EXTRA

Zusätzlich zu den Konzerten öffnen wir im Verlauf des Percussion Summit das Musikforum für drei besondere Events, bei denen wir zusammen mit vielen Kooperationspartnern die unterschiedlichen Facetten des Schlagwerks mit Konzerten, Perfomances und interaktiven Workshops präsentieren.

Der Eintritt ist jeweils frei!

 

So, 28. Januar 2018, ab 13 Uhr
Make some Noise!

Laut, aber schön! Bei den Konzerten desJugendperkussionsensembles Splash und der JazzAbteilung der Folkwang Universität, beim Beatboxing mit X-Vision Ruhr, einem PaukenWorkshop und vielem mehr kann man es richtig krachen lassen.


15 Uhr: Johann Karl Christian Fischer – Symphonie C-Dur für 8 Pauken und Orchester, eingerichtet von Hans Heinrich Kriegel
16 Uhr: PADI Ensemble der Musikschule Bochum
17:30 Uhr: Konzert „Splash NRW"
19 Uhr: Beatboxing
20 Uhr: Konzert „JazzEssen"

 

Sa, 3. Februar 2018, ab 18 Uhr
Nachtzuschlag
– Die lange Nacht
In Kooperation mit Ensembles der Musik-Hochschulen Essen, Münster, Köln, Detmold, Düsseldorf und Bremen und unterstützt vom Multipercussionsensemble mp6 geben wir einen Überblick darüber, was das Schlagzeug in Jazz, Klassik und zeitgenössischer Musik zu bieten hat. Kleine stationäre Auftritte verteilt im Haus und zwei größere Konzerte mit Werken von Xenakis und Grisey im Großen Saal lassen uns die Nacht nicht lang werden….

19 Uhr:
MP6:
Iannis Xenakis – Persephassa

21 Uhr:
Bremer Schlagzeugensemble:
Luigi Nono – Con Luigi Dallapiccolla

23 Uhr:MP6: Gérard Grisey – Le noir d‘étoile

 

So, 4. Februar 2018, 12 Uhr – 17 Uhr
KlingKlangKlong

Im Anschluss an unser Familienkonzert „Drumming Ants“ schwirrt, klingelt und trommelt es im ganzen Haus: Vom Instrumente-Basteln bis zum Trommelworkshop, vom Singende-Säge-Konzert bis zur Bodypercussion reicht das Programm für die ganze Familie!

Großer Saal:

13 Uhr: Taiko Präsentation
16 Uhr: Konzert Percussion Ensemble der Musikschule Dortmund
„Boogie Voodoo"

Kleiner Saal:

Workshops „Trommeln" und „Body Percussion"

 Kirche:

12 & 13:15 Uhr: Konzert RZ Percussion Group